Add-On-Akquisition
Was ist eine Add-On-Akquisition?
Eine Add-On-Akquisition bezeichnet den strategischen Zukauf eines ergänzenden Unternehmens zu einem bestehenden Portfolio-Unternehmen. Diese M&A-Strategie zielt darauf ab, Synergieeffekte zu realisieren, das Wachstum zu beschleunigen und den Unternehmenswert systematisch zu steigern.
Praktische Anwendung im Unternehmenskauf
Add-On-Strategien sind besonders bei Buy-and-Build-Ansätzen von Private Equity Fonds verbreitet, werden aber zunehmend auch von mittelständischen Unternehmenskäufern genutzt. Durch gezielte Add-Ons können Sie Ihre Marktposition stärken, neue Kundengruppen erschließen oder komplementäre Produktlinien integrieren.
Konkrete Beispiele aus der Praxis
Horizontal: Ein Handwerksbetrieb für Sanitärinstallationen kauft einen lokalen Heizungsbauer, um Full-Service-Anbieter zu werden. Vertikal: Ein Online-Händler erwirbt seinen Logistikdienstleister zur Margensteigerung. Geografisch: Eine regionale Bäckereikette kauft Filialen in Nachbarstädten für Marktexpansion.
Vorteile für Unternehmenskäufer
- Schnellere Marktdurchdringung als organisches Wachstum
- Sofortige Umsatz- und EBITDA-Steigerung
- Oft niedrigere Bewertungsmultiples als beim Plattform-Kauf
- Realisierung von Cross-Selling-Potenzialen
Worauf Sie achten sollten
Integration ist der Schlüssel: Cultural Fit prüfen, IT-Systeme harmonisieren, Prozesse standardisieren. Die ersten 100 Tage nach dem Kauf entscheiden über den Integrationserfolg.