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Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen

EBITDA steht für “Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization” – auf Deutsch: Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Diese betriebswirtschaftliche Kennzahl zeigt die operative Ertragskraft eines Unternehmens und ist die zentrale Bewertungsgrundlage bei Unternehmenskäufen und M&A-Transaktionen.

Warum ist EBITDA so wichtig beim Unternehmenskauf?

Das EBITDA ist die meistgenutzte Kennzahl in der Unternehmensbewertung, weil es die tatsächliche operative Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zeigt – unverzerrt von Finanzierungsentscheidungen, Steuersystemen oder Abschreibungsmethoden. Für Käufer und Investoren bietet das EBITDA drei entscheidende Vorteile:

Vergleichbarkeit: Unternehmen mit unterschiedlichen Finanzierungsstrukturen oder aus verschiedenen Ländern werden direkt vergleichbar

Cashflow-Nähe: Das EBITDA approximiert den operativen Cashflow und zeigt, wieviel Geld das Unternehmen tatsächlich erwirtschaftet

Bewertungsbasis: Mit EBITDA-Multiplikatoren lässt sich schnell der Unternehmenswert ermitteln

EBITDA Berechnung: Schritt für Schritt

Methode 1: Von unten nach oben (Bottom-up)

  • Jahresüberschuss
  • + Steuern
  • + Zinsergebnis
  • + Abschreibungen auf Sachanlagen
  • + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
  • = EBITDA

Methode 2: Von oben nach unten (Top-down)

  • Umsatzerlöse
  • – Materialaufwand
  • – Personalaufwand
  • – Sonstige betriebliche Aufwendungen
  • + Sonstige betriebliche Erträge
  • = EBITDA

Praxisbeispiel: EBITDA-Berechnung eines deutschen Mittelständlers

Ein Maschinenbauunternehmen aus Baden-Württemberg weist folgende Zahlen aus:

  • Umsatz: 25 Mio. €
  • Materialaufwand: 12 Mio. €
  • Personalaufwand: 8 Mio. €
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen: 2 Mio. €
  • EBITDA: 3 Mio. €

Bei einem branchenüblichen Multiplikator von 6x ergibt sich ein Enterprise Value von 18 Mio. €.

EBITDA-Marge: Die Profitabilitätskennzahl

Die EBITDA-Marge setzt das EBITDA ins Verhältnis zum Umsatz und zeigt die operative Profitabilität:

EBITDA-Marge = (EBITDA / Umsatz) × 100

Typische EBITDA-Margen nach Branchen:

  • Software & SaaS: 20-40%
  • Industrieunternehmen: 10-20%
  • Handel: 5-10%
  • Dienstleistungen: 15-25%

Adjusted EBITDA: Das bereinigte EBITDA

Das Adjusted EBITDA (bereinigtes EBITDA) eliminiert einmalige und außerordentliche Effekte für eine präzisere Darstellung der nachhaltigen Ertragskraft.

Typische Bereinigungen:

  • Einmalige Restrukturierungskosten
  • Außerordentliche Rechtsstreitigkeiten
  • Überhöhte Geschäftsführergehälter bei Familienunternehmen
  • COVID-19 Sondereffekte
  • Einmalige Beratungskosten für M&A-Transaktionen

EBITDA-Multiple: So wird der Unternehmenswert berechnet

Der EBITDA-Multiplikator ist die gängigste Methode zur schnellen Unternehmensbewertung:

Enterprise Value = EBITDA × Multiplikator

Typische EBITDA-Multiples für deutsche KMU (2024):

  • Handwerk & Bau: 3-5x
  • Produktionsunternehmen: 4-7x
  • IT & Software: 6-12x
  • E-Commerce: 4-8x
  • Spezialisierte Dienstleister: 5-9x

Grenzen und Kritik am EBITDA

Trotz seiner Bedeutung hat das EBITDA auch Schwächen:

Keine Investitionsberücksichtigung: Notwendige Ersatzinvestitionen werden ignoriert

Working Capital vernachlässigt: Veränderungen im Umlaufvermögen bleiben unberücksichtigt

Keine standardisierte Berechnung: Unterschiedliche Interpretationen möglich

Cashflow-Differenzen: EBITDA entspricht nicht dem tatsächlichen Cashflow

EBITDA in der Due Diligence

Bei der Unternehmensprüfung wird das EBITDA besonders intensiv analysiert:

  • Quality of Earnings: Wie nachhaltig ist das EBITDA?
  • EBITDA-Bridge: Entwicklung über 3-5 Jahre
  • Normalisierung: Bereinigung um Sondereffekte
  • Forecast: Plausibilität der EBITDA-Prognose
Relevanz: Kernnennzahl
Synonyme: Adjusted EBITDA, Earnings Before Interests Tax Depreciation and Amortization

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